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Chedi
Ursprünglich ein Reliquenturm synonym zu Stupa.
Ein massives Monument, das meistens hoch ist und beträchtliche
Ausmaße besitzt. Reliquien Bhuddhas, seiner Jünger oder auch die
Asche bedeutender religiöser oder königlicher Persönlichkeiten
sind häufig darin beigesetzt. Es gibt verschiedene Formen von
Chedis; der verbreitetste ist glockenförmig mit einer hohen,
schlanken Spitze und harmonisch proportioniert. Er kann eine
quadratische Basis besitzen und manchmal, z.B. im Mon-Stil von
Haripunchai, in Form einer Stufenpyramide erscheinen.
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Prang
Ein hoher Turm, der einen
Finger ähnelt und der im allgemeinen reich verziert ist. Er
stammt ursprünglich aus der religiösen Architektur der Khmer und
wurde später von den thäiländischen Baumeistern adoptiert; er
ist ein typisches Bauwerk der Ayutthaya- und der Bangkok-Zeit In
Thailand findet er sich nur bei den wichtigsten religiösen Gebäuden.
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Chofa
Übersetzt Himmelsboquet;
dieses bedeutende Architekturdetail schmückt die Enden der
Dachfirste eines Bot oder eines Wihan. Das graziöse Endstück
symbolisiert den Naga, den mythischen Schlangenkönig. Nach
Fertigstellung des Tempels wird der Chofa in einer besonderen
Zeromonie an seinen Platz gebracht.
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Prasat
Ein Turmheiligtum, das
ursprünglich von den Khmer stammt. Der Ausdruck wird manchmal
auch als Bezeichnung einer ganzen Khmer-Tempelanlage gebraucht.
Bei den Thai ist das Prasat ausschließlich ein königliches oder
ein religiöses Bauwerk, gewöhnlich in Kreuzform angelegt und
bekrönt von einem Prang. Der „Goldene Meruberg“ der
traditionelle Scheiterhaufen zur Verbrennung eines verstorbenen Königs,
besitzt z.B. die Form eines Prasat.
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Sema
Die symbolischen
Grenzsteine eines Bot und das auffälligste Merkmal, das das Bot
von einem Wihan unterscheidet. Sie besitzen die Form einer
Steinplatte, die manchmal mit Reliefs verziert ist, und werden an
den vier Ecken und in der Mitte jeder Seite um das Bot herum
aufgestellt.
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That
Eine besondere Art des
religiösen Turms, die besonders in Laos und in Nordostthailand
vorkommt. Ein That besitzt ein quadratisches Fundament und einen
hohen schlanken Turm, der mit Dekor versehen ist.
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Monggut
Ein architektonisches
Detail, das aus übereinander angeordneten Ringen besteht, die
sich allmählich zu einer Spitze hin verjüngen. Es findet sich
gewöhnlich an der Spitze eines Prasat oder eines anderen religiösen
Gebäudes. Die Schichten symbolisieren die 33 Ebenen der
buddhistischen Vervollkommnung.
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Mythische Wesen
Die Kultur der Thai ist reich an Legenden und
Mythen, die sie während ihrer Entwicklung aus einem Schmelztiegel
der Völker und Glaubensvorstellungen aus den verschiedenen
Quellen übernommen haben. In diesen Geschichten treten viele
Helden, Dämonen, Riesen und andere mythische Wesen auf, oft halb
menschlich und halb tierisch. Die wichtigsten dieser Figuren
werden in der Plastik und den dekorativen Künsten dargestellt.
Unter de Wesen, die man häufig auf dem Tempelgelände und an
anderen Orten sieht, gibt es die folgenden Gestalten: |
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Garuda (thai: Khrut)
Gewöhnlich dargestellt mit dem Kopf und den Beinen eines
Vogels, dem Körper eines Mannes und mit geflügelten Armen. Der
Garuda ist der König der Vögel und das Reittier des Gottes
Vishnu. Er ist der Halbbruder des Naga, dessen ewiger Feind und häufig
mit diesem in Kämpfe verwickelt. Als mächtigesund göttliches
Reittier wird der Garuda als Wappentier verwendet für alles, was
mit dem König zu tun hat. So taucht er z.B. auf im Kopf von
Staatsdokumenten und offiziellen Schreiben.
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Naga: (thai:Nak)
Der Naga, Nachkomme des gleichen Vaters
wie der Garuda, aber mit einer anderen Mutter, ist der mythische König
der Schlangen. Er gilt ebenfalls als Symbol des Wassers. Häufig
wird es als vielköpfiges Wesen gezeigt; eine buddhistische
Legende beschreibt einen siebenköpfigen Naga, der seine Kobra-ähnlichen
Hauben zum Schutz über dem meditierenden Buddha ausbreitet. Diese
Episode wurde oft in den Statuen der Lopburi-Zeit dargestellt. In
der Architektur flankieren häufig Geländer in Form eines Naga
den Anfang zu einem Tempel: Der Naga ragt aus dem Maul eines
Makara heraus, einem Mischwesen aus Delphin und Krokodil
und Symbol der Erde.
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Apsara
(thai: Apson)
Eine von verschiedenen Arten schöner himmlischer Nymphen,
die auftauchten, als die Götter den mythischen Milchozean
quirlten. Sie sind dazu bestimmt, zu tanzen und die Wünsche der
Götter zu erfüllen. Auf den thailändischen Wandmalereien in den
Tempeln werden Asparas häfig am Himmel fliegend dargestellt. (Die
Abbildung zeigt Mekkhala, die Beschützerin des Ozeans, mit dem
magischen Juwel in der Hand, mit dem sie Blitze erzeugen kann.)
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Deva
Narasimha (thai: Thepnorasing)
Ein mythisches Wesen mit dem Oberkörper eines Menschen und dem
Unterkörper und Schwanz eines Löwen, das der Legende nach die
Wälder des Himalaya bewohnt. Männliche und weibliche Forme
kommen vor. Häfiger dargestellt und oft damit verwechselt werden
Kinnari (weiblich, thai:Ginnon) bzw. Kinnara (männlich, thai:
Ginnon) mit menschlichen Oberkörper und den Flügeln, den Beinen
und dem Schwanz eines Vogels |
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Yaksha
(thai: Yag)
Ein Angehöriger einer Rasse von Riesen mit wilden Gesichtern
und spitzen, herausragenden Zähnen. Sie spielen in der Mythologie
verschiedene Rollen und können entweder die Kräfte des Bösen
sein oder die übernatürlichen Begleiter der Götter. Figürlich
dargestellt treten sie meist als Torwächter auf, die an einem
Tempel stehen, um den bösen Mächten den Eintritt zu verwehren. |
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Hanuman
Held in der Affenarmee, die gegen den Dämonenkönig Thotsagan
zieht, um die schöne Sida zu befreien, die Gattin des Prinzen
Phra Ram in dem Epos Ramagien. Ein listiges Wesen mit magischen
Fertigkeiten, das immer zu Streichen aufgelegt ist. Hanuman ist
eines der beliebtesten und bekanntesten Charaktere des Ramagien
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Die Darstellung Buddhas
Theoretisch sollten alle Darstellungen
Buddhas gleich aussehen, da sie ja alle Siddhartha Gautama
repräsentieren. Doch zu Lebzeiten des Erleuchteten wurde kein
Abbild von ihm angefertigt. Folglich wurden die Eigenschaften
unterschiedlich interpretiert, obwohl alle Statuen gemeinsame
Elemente aufweisen. Im Folgenden wird eine grobe Übersicht
gegeben, um die Buddhaköpfe der verschiedenen bedeutenden Schulen
der thailändischen plastischen Kunst identifizieren zu können:
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Dvaravati
(Südthailand)
8. Jahrhunder |

Lopburi
(Zentralthailand)
16.-17. Jahrhundert |

Hariphunchay
(Nrdthailand)
13. Jahrhundert |

Chiengsan
(Nordthailand)
frühe Periode 13.Jahrhundert |

Chiengsaen
(Nordthailand)
späte Periode 13.-14. Jahrhundert |

Sukhothai
(Nordthailand)
14. Jahrhndert |

UThong
(Zentralthailand)
13.-15. Jahrhundert |

Ayutthaya
(Zentraltailand)
17.-18. Jahrhundert |
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Mudras (Handhaltungen)
Buddhas
Plastisch wird Buddha in einer der vier
Grundhaltungen dargestellt: gehend, stehend, sitzend oder liegend
(letzteres beim Eingang ins Parinirvana, häufig bezeichnet als
Sterbender Buddha). Außerdem zeigen die einzelnen Darstellungen
bestimmte Mudras, Handhaltungen, von denen jede ihre besondere
Bedeutung besitzt. Die gebrächlichsten sind hierbei: |
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Bhumisparsa
Mudra
(Geste der Erdberührung): auch bekannt als Maravijaya (Sieg
über Mara). Buddha sitzt meditierend im Lotussitz (Vajrsana);
beide Füße ruhen auf dem Oberschenkel des jeweils anderen Beins.
Die linke Hand ruht mit der geöffneten Handfläche nach oben im
Schoß, die rechte Hand liegt über dem rechten Knie, wobei die
Finger zum Boden weisen. Es ist dies die Geste, in der Buddha die
Erde zum Zeugnis seiner Vollendung anrief, als er vom
Dämonenkönig Mara versucht wurde. |
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Samadhi
(Meditationshaltung): Der Buddha sitzt in Vsana, dem
Heldensitz, mit gekreuzten, übeeinandergeschlagenen Beinen. Beide
Hände ruhen mit den Handflächen nach oben im Schoß. |
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Vitarka
Mudra
(Gesre dere Darlegung der Lehre): Eine oder eide Hände werden
auf dere Brusthöhe parallel zum Körper gehalten, wobei sich
Daumen und Zeigefinger berühren. Stehende Figuren zeigen diese
Geste. |
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Abhaya
Mudra
(Geste der Furchtlosigkeit): Die Geste des Schutzes und der
Besänftigung, meist gezeigt vom stehenden oder schreitenden
Buddha, ausgeführt gewöhnlich mit der rechten Hand, gelegentlich
auch it beiden Händen (die Wogen beruhigend). Der Oberarm liegt
eng am Körper an, der Unterarm ist in einem fast rechten Winkel
nach vorne gestreckt, die Hand zeigt nach oben mit der Handfläche
nach vorne. |
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Varada
Mura
(Geste der Barmherzigkeit): Der rechte oder beide Arme des
stehenden Buddha weisen gerade am Körper nach unten. Di
Handflächen sind nach vorne gedreht.
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Religiöse
Gegenstände im täglichen Leben
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Geisterhäuschen (San Phraphum):
Auf dem Gelände von praktisch jedem Haus, Bürogebäude
oder jeder öffentlichen Einrichtung gibt es ein Geisterhäuschen.
Diese Miniaturgebäude in der Form eines kleinen Tempels oder
eines traditionellen Thai-Hauses stehen gewöhnlich in Augenhöhe
auf einem Pfahl und sind das Heim des Geistes, der auf diesem
Grundstück haust. Man glaubt, dass man diesen Geist mit einer
Wohnung und mit Opfergaben versorgen muss, damit die Menschen auf
diesem Land in Glück
und Frieden leben können. Zahlreiche Riten bestimmen die Auswahl
des Platzes, an dem ein Geisterhäuschen aufgestellt wird, und
auch eine Errichtung. Der Geist darin muss ständig mit Speisen
und Blumengirlanden zufriedengestellt werden, und man teilt ihm
alle wichtigen Ereignisse mit, die sich auf dem Grundstück
ereignen.
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Amulette
(Phrakhrüang):
Die Thai setzen großes Vertrauen auf die Macht und Wirkung
von Amuletten. Die meisten von ihnen tragen mindestens eines
(manche haben ein halbes Dutzend oder sogar noch mehr) an einer
Halskette. Gewöhnlich besteht ein solches Amulett aus einem Goldkästchen
mit durchsichtiger Plastikscheibe, in dem sich meist eine winzige,
geweihte Buddhafigur befindet. Seltener kann auch die Darstellung
eines berühmten Mönchs darin enthalten sein. Manche dieser
Amulette dienen dem allgemeinen Glück und Wohlbefinden des Trägers,
andere sollen besondere Kräfte besitzen, z.B. Schutz gewähren
vor Gewehrkugeln oder Messern. Die Amulette werden zu hohen
Preisen gehandelt und begeistert gesammelt, und es gibt eine Reihe
von Fachzeitschriften, die sie dem Liebhaber vorstellen.
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Phuang
Malay:
Ein kleiner, stark duftender Kranz aus Jasminblüten, der
gewöhnlich mit einer Quaste aus Orchideen geschmückt ist. Er
wird benutzt als eine Art allgemeine Opfergabe. Man hängt ihn über
Buddhafiguren, an Geisterhäuschen, Autospiegel usw.
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Opfergaben
im Tempel:
Beim Gebet im Tempel legen die Thai drei verschiedene
Gegenstände als Opfergaben vor die Buddhafigur: eine Kerze, eine
geschlossene Lotosblüte und drei Räucherstäbchen. Die Kerze
symbolisiert das Licht des Verstehens. Der Lotos gilt als reine
Blume, die speziell Buddha geweiht ist. Und es müssen drei Räucherstäbchen
vorhanden sein zum Ausdruck des buddhistischen Dreifachen Juwels (Triratana),
das Buddha, seine Lehre (Dharma) und seine Gemeinde (Sangha)
umfasst.
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Saysin:
Eine dünne Baumwollschnur, die wie ein Armreif um das
Handgelenk getragen wird. Häufig wird sie von einem Mönch
geweiht und soll böse Geister abwehren. Als Ehrengabe wird eine
solche Schnur oft einer jüngeren Person von einer älteren
umgebunden. Eine Saysin wird auch bei einer
Hauseinweihungszeremonie von der Buddhafigur aus über die Mönche,
die sie in den Händen halten, um das Innere des Gebäudes oder
des Büros geführt, um den Segen überallhin zu leiten.
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Goldplättchen:
Traditionell drückt man winzige Plättchen aus hauchdünner
Goldfolie, die man in kleinen Päckchen kaufen kann, auf die
Buddhastatuen und häufig auch auf die Darstellungen anderer übernatürlicher
Wesen. Dies geschieht zum einen deshalb, weil die Thai wünschen,
dass diese Abbilder gebührend reich geschmückt sind. Zum anderen
glauben sie auch, dass sie durch diese Handlung religiöses
Verdienst erwerben. Besonders an drei wichtigen Stellen werden die
Goldplättchen aufgedrückt: auf den Mund, damit der Spender mit
guter Rede und süßen Worten gesegnet sei; auf dem Kopf, um
Weisheit zu erreichen; und auf die Brust, um ein gutes Herz zu
erlangen – im doppelten Sinne von Gesundheit und Gutherzigkeit.
Man sieht Statuen, die so völlig mit Goldfolie bedeckt sind, dass
die ursprüngliche Form fast nicht mehr zu erkennen ist.
Bedeutende Kunstwerke werden daher heute durch Barrieren
abgesperrt, und als Ersatz werden davor andere Statuen
aufgestellt.
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